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Ausstellungsbereiche im Maximilianmuseum
Die Ausstellungsfläche des Museums beträgt 1400 Quadratmeter. Die Dauerausstellung ist in fünf Bereiche eingeteilt und über 30 Räume verteilt.
Augsburger Goldschmiedekunst
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Diese Abteilung liegt im zweiten Stock des Museums und kann mit Fug und Recht als Höhepunkt der Dauerausstellung bezeichnet werden. Die ausgestellten Objekte reichen zeitlich vom späten 16. Jahrhundert bis zum späten 18. Jahrhundert, der Blütezeit dieser Kunst in Augsburg. Die europäischen Fürsten und Leute mit Geld standen auf Augsburger Silberprodukte. Augsburger Werkstätten produzierten Teller und Tischschmuck, Pokale und Schalen, Kerzenleuchter und andere Möbelaufsätze. Ausgestellt ist z. B. auch das wertvolle Service, das Augsburger Künstler für die russische Zarin anfertigten. Oder eine silberne Nachbildung des Augustusbrunnens, die als Hochzeitsgeschenk für König Ludwig II. und Sophie Charlotte, die Schwester Sisis gedacht war - aber nicht übergeben werden konnte, weil die Hochzeit nie zustande kam. Silbermöbel waren eine Spezialität Augsburger Handwerker. Schon Ludwig XIV. schaffte für Versailles Möbel aus massivem Silber an. Silbermöbel aus Augsburg war nicht massiv, sondern bestanden aus einem Eichenholzkern, über den Silberblech gezogen wurde. Beispiele für eine solche Arbeit im Maximilianmuseum sind ein Tisch von Hans Philipp Stengelin mit einer ornamental geprägten Platte und zwei Leuchtertische (Guéridons), die von Johannes Bartermann gefertigt wurden, sowie ein Spiegel, der geschwungen und fein ziseliert ist. Die beschriebenen Silbermöbel schmückten wahrscheinlich einen fürstlichen Audienzsaal, bevor sie über England ihren Weg nach Augsburg zurück fanden (außer dem Spiegel, der nur 2006/2007 in Augsburg aufgestellt war, dann aber wieder an den Louvre als Besitzer zurückging). Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt zu erklären, zu welchen Zwecken Silber benutzt wurde und wie dessen Gebrauch kunstgeschichtlich einzuordnen ist.
Augsburger Kunsthandwerk
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Neben den Gold- und Silberschmieden waren auch die Zinn- und Bronzegießer, die Uhrmacher und die Fayencen-Hersteller Augsburgs weltberühmt. Ihnen ist eine Dauerausstellung im zweiten Obergeschoß gewidmet. Hier entfaltet sich die Pracht des Maximilianmuseums am deutlichsten.
Augsburger Stadtgeschichte
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Sie wird im ersten Stock des Museums gezeigt. Die Themen sind die "Denkerstube" des Renaissancebau-Stadtbaumeisters Elias Holl, verschiedene Modelle von Augsburger Gebäuden sowie viele Entwürfe zu der Wasserversorgung der Stadt, die zu ihrer Zeit eine der ausgeklügelsten weltweit war. Die Architekturmodelle des Rathauses und der Stadttürme sind bestechend schön, einmalig sind die revolutionären Holzmodelle von Pump- und Brunnenwerken, Mühlen und Schleusen. Freskenreste von bedeutenden Bürger- oder Zunfthäusern dokumentieren frühere Augsburger Fassadenmalerei.
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Skulpturensammlung
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Anfang des 20. Jahrhunderts erwarb Augsburg die Sammlung Röhrer, mit der die städtische Kunstsammlung überhaupt erst ins Leben gerufen wurde. Bei der Sammlung Röhrer handelt es sich um barocke Kleinplastiken. Daneben beinhaltet die Skulpturensammlung aber viele weitere Werke Augsburger und süddeutscher Bildhauer. Sammlungszeit: vom Spätmittelalter bis etwa 1800. Unter anderem sind hier Skulpturen von Hans Daucher (1486 bis 1538), Georg Petel (1601 bis 1634) oder Ignaz Günther (1725 bis 1775) zu sehen. Das 1520 entstandene Marienrelief von Hans Daucher wird stilvoll in einer "Kunstkammer" präsentiert. Die Dauerausstellung befindet sich im ersten Stock des Maximilianmuseums.
Wissenschaftliche Instrumente
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Diese Sammlung hat zwei Schwerpunkte: zum einen die Lehrsammlung des im 16. Jahrhundert gegründeten Anna-Gymnasiums, zum anderen die feinen Instrumente von Augsburger Herstellern (Zirkel, Astrolabien, Quadranten, Planetenuhren, Äquatorialuhren ...). Christoph Schissler, der ein führender Instrumentenbauer des 16. Jahrhunderts war, ist z.B. mit einem Astrolabium vertreten. Im Maximilianmuseum ist seine Gelehrtenstube originalgetreu nachgebaut. Von Georg Friedrich Brandner (1713 bis 1783) ist ein Spiegelteleskop zu sehen.
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