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Augsburger Straßen

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Allgemeines

Im Unterhalt der Stadt sind etwas mehr als 610 Kilometer Straßen. Davon sind

  • Gemeindestraßen etwa 559 Kilometer
  • Bundesstraßen etwa 20 Kilometer
  • Staatsstraßen etwa 8 Kilometer
  • Kreisstraßen etwa 23 Kilometer

Freie Strecken auf Augsburger Stadtgebiet sind knapp 19 Kilometer.

Geschichte

In den Jahren 1990 bis 2001 investierte die Stadt 159 Mio. € in den Straßenbau, wovon 4,2 Mio. € dem Ausbau des Radwegenetz? gewidmet wurden. In dieser Zeit baute man die Anton-Fugger-Brücke als vierte Augsburger Brücke über den Lech, man stellte die B 17 im Bereich Augsburg (Westtangente) fertig, baute die Schleifenstraße und Rote-Tor-Umfahrung, sanierte den Bahnhofsvorplatz Oberhausen?, begann die Luitpoldbrücke zu bauen, richtete ein Parkleitsystem? etc.

Die Vergangenheit von Straßennamen aufzuarbeiten: Das forderten die GRÜNEN im Februar 2013 anlässlich des Tags "Vielfalt in der Friedensstadt". Eine eine Kommission zur Überprüfung von strittigen Straßennamen sollte in Augsburg eingesetzt werden. Um die Fragen systematisch anzugehen, forderten sie eine Kommission. Sie sollte vorarbeiten, welche Straßennamen kritisch sind. Vor Ort und unter Beteiligung der Bürger/-innen sollte dann diskutiert werden, ob ein Straßennamen verändert wird oder z.B. eine Hinweistafel angebracht wird, die problematische Teile einer Biographie benennt. Als Beispiel nannten sie die Bürgermeister-Widmeier-Straße in Haunstetten. Dieser trat 1933 von der SPD zur NSDAP? über und nahm in der Nazizeit an Besprechungen teil, bei denen es um die Gründung eines eigenen KZ Haunstetten und die Erweitung des KZ-Außenlagers ging. Ein anderes Beispiel ist die Dr.-Mack-Straße am Klinikum. In einem von der Stadt Augsburg erarbeiteten Bericht über die Vergangenheit des alten Hauptkrankenhauses wurde Dr. Mack als ein Verantwortlicher für Zwangssterilisationen und ähnliche gesundheitliche Maßnahmen in der NS-Zeit genannt. Auch Augsburger Straßennamen wie Dr.-Otto-Meyer-Straße?, Prof.-Messerschmitt-Straße? oder Karl-Haberstock-Straße? sind heute nicht mehr politisch opportun.

Otto Meyer? war Direktor der Rumplerwerke? und ließ in der Endphase des Ersten Weltkrieges Kampfflugzeuge in Augsburg bauen. Nach der Demilitarisierung dieser Firma wurde er Direktor und Vorstand der MAN-Werke. Die MAN war der zentrale Augsburger Rüstungsbetrieb im Faschismus und neben Hamburg das Zentrum des U-Boot-Motorenbaus. Noch in den letzten Tagen vor der Befreiung, als der größte Teil der Belegschaft der Arbeit fern blieb, ließ Otto Meyer? mit einem Volkssturmbataillon hunderte Arbeiter in den Betrieb zurücktreiben, um die Rüstungsproduktion aufrechtzuerhalten und unterband das Hissen weißer Fahnen.

Wilhelm Messerschmitt? wurde 1945 nach der Befreiung als Kriegsverbrecher eingestuft und drei Jahre interniert. Er baute den Standardjäger der Nazis unter Verwendung von Zwangsarbeitern mehrerer Konzentrationslager.

Karl Haberstock? war NSDAP-Mitglied und für die Kommission zur Verwertung der beschlagnahmten Werke "entarteter Kunst" tätig. Er förderte Rosenbergs paramilitärisch organisierten Kampfbund für deutsche Kultur und wurde zum Hauptagenten Hitlers, der seine Kunstsammlung mit Haberstocks Hilfe aufbaute.

Im Jahr 2013 wurden in Augsburg mehr als 1.900 Straßennamen gezählt.

Im März 2014 beschloss der Kulturausschuss? eine „Kommission Straßennamen“ einzusetzen, um Straßennamen auf eine NS-Vergangenheit zu überprüfen und sich so kritisch mit der Augsburger NS-Geschichte auseinanderzusetzen. Der Antrag dazu wurde im Januar/Februar 2013 von den GRÜNEN gestellt.

Details

Augsburger Straßen A bis Z

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Löschungen von Straßennamen

April 2010: Löschung der Bachstraße in Oberhausen, da die Straße wegen der Bebauung auf dem ehemaligen Coca-Cola-Gelände ihre Verkehrsbedeutung verlor.


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