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Augsburg als Umweltstadt
Allgemeines
Wirklich Thema ist der Klimaschutz in Augsburg erst seit ein paar Jahren. Die Stadt Augsburg hat sich zum Ziel gesetzt, eine nachhaltige Minderung des CO2-Ausstoßes zu erreichen. Ihre vielfältigen Klimaschutzprojekte werden von der Klimaoffensive Augsburg? gesammelt und gebündelt.
Positiv für Augsburg wirken sich die vielen ehemaligen Militärgelände aus: Man baut hier nicht auf der grünen Wiese, sondern wandelt innerstädtische Brachflächen früherer Kasernen in Baugrund um. Auch der Fernwärme-Anteil bei der Heizung in Augsburg ist hoch.
Schwächen bestehen natürlich auch noch viele, z. B. bei der Energieeinsparung bei städtischen Gebäuden.
Geschichte
1998 trat die Stadt Augsburg dem Klimabündnis europäischer Städte e. V.? bei.
2007 beschloss der Stadtrat? einen verstärkten Einsatz von Bio-Lebensmitteln in der Verpflegung in städtischen Einrichtungen, vor allem in Kindergärten, Schulen oder Altersheimen. Angestrebt wurde ein Anteil von 30 %. Anfang 2012 musste die Stadtregierung einräumen, dass die Ziele nicht erreicht wurden. Für die städtischen Kindertagesstätten wurden nur 10 % der Lebensmittel aus biologischem Landbau erreicht und die städtischen Altenheime verwandten aus Kostengründen überhaupt keine Bio-Lebensmittel. Die Stadtregierung sah sich im Bereich der Schulen nicht in der Lage die Versorgung mit Bio-Lebensmittel zu erfassen. Und die Verwaltung ist sich nicht sicher, ob „die städtischen Beteiligungen wie im Beschluss aufgeführt, aufgefordert wurden, ähnlich zu verfahren“, wie die GRÜNEN in einer Pressemitteilung am 3. Februar 2012 verlauten ließen.
2009 hatte die Stadt Augsburg 35 Wasserkraftanlagen, die knapp 69 Millionen kWh Strom erzeugten.
2010 gab die Stadtregierung bekannt, sie wolle Augsburg zur ersten bayerischen Stadt mit einer Strategie zur Biodiversität mit Aufgaben bis ins Jahr 2010 machen. Ihr Konzept verfolgt zwei Ziele: Zum einen sollen die Tier- und Pflanzenarten ebenso erhalten, gesichert und entwickelt werden wie die von ihnen benötigten Lebensräume. Andererseits gilt es, die Bevölkerung durch Umweltbildung über den Naturraum aufzuklären.
Details
Die städtischen Maßnahmen umfassen zunächst den sparsamen und effizienten internen Umgang mit Energie im Alltag, beim Neubau, beim energetischen Modernisieren von Gebäuden. Daneben steht aber auch die Zusammenarbeit der Stadt Augsburg mit der Augsburger Wirtschaft und die Aufklärung der privaten Haushalte etwa durch den „Leitfaden Klimaschutz & Stadtplanung“ für energieeffiziente Bauleitplanung und die Stromsparkampagne „Stromdiät“-
Die Stadt unterstützt EMAS, ÖKOPROFIT, Qu B? und ISO 14001 - in manchen Fällen auch Unternehmen ohne Umweltmanagementsystem. Speziell für Unternehmen hat man das Energiemanagement-Programm „Klimafit – Energie- & Kosteneffizienz in Unternehmen“ entwickelt. Wenn es von Betrieben angewendet wird, können sie damit viele Energiepotenziale erschließen. Dazu kommen Branchenkonzepte wie z. B. der Klima-Check für Augsburger Sportvereine, wodurch Einrichtungen gezielt beim Energie- und Kostensparen unterstützt werden.
In ihrer Umweltarbeit beteiligt sich die Stadt Augsburg an vielen Netzwerken, z. B. an e+haus?, das 2009 vom Bundesumweltministerium als Vorbild für Deutschland ausgezeichnet wurde. Es war die Initiative der Stadt Augsburg, auf die hin sich wichtige am Bau beteiligte Akteure zum Netzwerk e+haus? zusammenschlossen.
Auch auf dem Sektor Umweltbildung ist die Stadt Augsburg aktiv. So führt sie in Zusammenarbeit mit der Umweltstation? und den Stadtwerken Augsburg das Projekt Prima-Klima? durch, das Schülerinnen und Schüler mit Umwelt- und Klimaschutz vertraut machen soll.
Dazu kommen viele Aktionen der Stadt oder überregionale Aktionen des Umwelt- und Klimaschutzes, an denen sich die Stadt Augsburg beteiligt. Nicht vergessen werden soll hier der Augsburger Zukunftspreis, mit dem vorbildliches Engagement im Umwelt- und Klimaschutz ausgezeichnet wird.
Umwelteinrichtungen
- Abfallzweckverband
- Bayerisches Landesamt für Umwelt
- Klärwerk Augsburg
- Müll-Cops
- Umweltpark
- Umweltzone
Umweltinitiativen
- Augsburger Klimaschutzbericht
- Augsburger Zukunftspreis
- Energiewald
- Umweltfreundliches Gastgewerbe
- Virtuelles Kraftwerk Lechfeld
Bürgerengagement
Müllentsorgung
Allgemeines
Im Augsburger Abfallwirtschaftskonzept ist der Grundsatz festgeschrieben, dass Abfallvermeidung vor Wiederverwertung stehen soll, weshalb sich die Augsburger darum bemühen sollten, keine Wegwerfprodukte zu kaufen. Am besten für den Umweltschutz wäre der Einkauf von Produkten und Waren, die den Umweltengel tragen, denn dieses vom Umweltbundesamt vergebene Siegel weist darauf hin, dass die betreffenden Produkte möglichst schadstoffarm hergestellt sind.
Die Recyceln von Abfall spart viel Geld, denn diese Abfälle müssen nicht teuer verbrannt werden. Das heißt auch, dass die Augsburger durch konsequente Mülltrennung dafür sorgen können, dass die Müllgebühren gehalten werden können und nicht steigen.
Details
Sonstige Augsburger Umweltthemen
- Baumfällungen
- Elektrozapfsäulen
- Erdgas
- Freiflächenmanagement
- Klimaschutz
- Lärmschutz
- Nachhaltigkeit
- Windkraftanlagen
Adresse
Stadt Augsburg
Referat für Umwelt, Energie und Forsten, Kommunales
Rathausplatz 2a
86150 Augsburg
Kontakt: Rainer Schaal (berufsmäßiger Stadtrat)
Tel. 0821/324-4802
Fax. 0821/324-4805
E-Mail: umweltreferat(@)augsburg.de
Weblinks
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