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Ahmadiyya-Moschee
Eine in Augsburg- Oberhausen geplante Moschee.
Allgemeines
Geplant wird die Moschee in Oberhausen von der Ahmadiyya Muslim Jamaat. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat ist eine islamische Reformgemeinde. Sie wurde 1889 durch Hazrat Mirza Ghulam Ahmad in Qadian (Indien) gegründet. Für die Mitglieder der Gemeinde ist Hazrat Mirza Ghulam Ahmad jener Reformer, der von vielen Heiligen und von dem Propheten Muhammad vorausgesagt wurde und der auch „Der verheißene Messias und Mahdi“ genannt wird. Zu den Lehren des Islams, um dessen Wiederbelebung der "verheißene Messias" nach dem Glauben der Ahmadiyya Muslim Jamaat erschien, gehört es, dass Gewalt im Namen der Religion unzulässig ist. Zum anderen lud er Angehörige anderer Religionen zum Dialog und zur Zusammenarbeit ein. Dies stieß bei Fanatikern und Extremisten auf erbitterten Widerstand und führte zur Verfolgung seiner Gemeinde.
Über ein Jahrhundert nach der Gründung zählt die Gemeinde nunmehr viele Millionen Mitglieder, die in etwa 195 Ländern der Erde leben. Ihr Ziel ist es, Beispiel zu sein für ein Leben in Reinheit, Liebe, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit. Uneigennützig Gutes zu tun, wie der Qur-ân es fordert, ist ihr Bestreben. Deshalb hat die Jamaat in vielen Ländern Krankenhäuser und Schulen erbaut, die der Not leidenden Bevölkerung zur Verfügung stehen, und sie engagiert sich in humanitären Diensten durch ihre Unterorganisation „Humanity First“, die bei Katastrophen durch Sachspenden und ärztliche Hilfe etc. Linderung bringt. So auch in Deutschland, als die Flut den Osten unseres Landes heimsuchte. Die Jamaat hat keine politischen Bestrebungen. Das qur-ânische Gebot der absoluten Religions- und Gewissensfreiheit (Sure 2 Vers 257) ist ihr selbstverständliches Gesetz.
Nach dem Tode des Gründers wurde im Jahre 1908 gemäß der Lehre des Propheten ein Kalif zum Nachfolger gewählt. Heute ist Hazrat Mirza Masroor Ahmad der 5. Kalif nach dem Erscheinen des verheißenen Messias. Er lebt in London, da in seiner Heimat, Pakistan, tyrannisierende Gesetze durch Diktatoren festgelegt wurden, durch die Ahmadis (wie die Muslime der Ahmadiyya Muslim Jamaat genannt werden) grundlegender Rechte beraubt werden. Die zuständige Kommission der UNO hat dies 1985 verurteilt und die Abschaffung dieser Gesetze gefordert. Die Verfolgung hat in den 1970er und 1980er Jahren zu einer Emigrationswelle geführt, die viele Ahmadis auch nach Deutschland führte, so dass nunmehr in Deutschland etwa 30.000 aus Pakistan stammende Ahmadis leben, von denen die überwiegende Mehrheit mittlerweile deutsche Staatsbürger sind.
Die Ahmadis in Augsburg
In Augsburg leben etwa 100 Anhänger der Gemeinde mit vorwiegend pakistanischem Hintergrund.
Die Gemeinde
Die Ahmadiyya-Moschee soll laut Plan etwa 600.000 € kosten, die von der Gemeinschaft der Glaubenden aufgebracht wird. Man rechnet mit etwa einem Jahr Bauzeit.
Geschichte der Augsburger Gemeinde
Über das Moscheebauvorhaben der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde gab es im Vorfeld viele Auseinandersetzungen und Diskussionen. So lehnte die nicht-muslimische Bevölkerung ein Minarett ab, worauf die Ahmadiyya-Gemeinde diesen Bauteil fallen ließ und einen modernen und passenden Kompromiss fand.
Im Sommer 2008 wurde dem Bauvorhaben ein positiver Vorbescheid vom Bauordnungsamt? erteilt, mit der endgültigen Baugenehmigung wird für den Sommer 2009 gerechnet. Im August 2008 verteilte der Oberhausener Vizevorsitzende der SPD Erwin Thoma Fragebögen zur geplanten Oberhausener Moschee. Das Ergebnis der Umfrage: Die meisten älteren Oberhausener wollten prinzipiell keine Moschee in ihrem Stadtteil. Viele Mitbürger sorgten sich auch um die Ruhe in den Wohnblöcken in der Nähe.
Im September 2009 erhielt die muslimische Gemeinde die endgültige Baugenehmigung für ihre Moschee an der Donauwörther Straße? gegenüber der Paul-Renz-Sportanlage?.
Details der Augsburger Moschee
Der Plan zur Moschee stammt von Mustafa Ljaic, einem Stuttgarter Architekten. Er sieht eine Fassade vor, die verdeutlichen soll, dass die etwa 100 Mitglieder umfassende Augsburger Gemeinde offen für alle ist, weshalb sie gewunden und nach Außen geöffnet erscheint. Weil die Ahmadiyya-Gemeinde versucht, den Islam an Ort und Zeit gebunden angemessen zu leben, hat man bewusst auf orientalische Motive verzichtet.
Adresse
Gemeinde:
Ahmadiyya Muslim Jamaat
Eberlestraße? 43
86157 Augsburg
Tel. 0821/4401434
Fax. 0821/2401977
Mobil: 0172/8648523
E-Mail: augsburg(@)ahmadiyya.de
Ahmadiyya-Moschee
Donauwörther Strasse?
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