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Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb
Abgekürzt auch aws. Der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb ist ein Eigenbetrieb der Stadt Augsburg.
Allgemeines zum aws
Der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb beschäftigt etwas 350 MitarbeiterInnen. Geleitet wird er vom Leiter des Referats für Umwelt und Energie, Forsten, Kommunales?.
Eine wichtige Aufgabe der aws ist die Beratung der Augsburger Bürger und Betriebe, wie man Abfälle vermeiden, verwerten und beseitigen kann.
Das "Stammhaus" befindet sich in der Riedinger Straße?, wo auch heute noch die Betriebsleitung, die Verwaltung, der technische Dienst und verschiedene Werkstätten sitzen.
Auch die Mülldeponie Augsburg-Nord mit einer geplanten Verfüllmenge von 7.400.000 Kubikmetern auf 420.000 Quadratmetern Fläche gehört zur aws.
Für die Straßenreinigung und den Winterdienst stehen fünf dezentrale Stadtreinigungsdepots zur Verfügung.
Im Auftrag des "Dualen Systems" sammelt der aws Papier, Pappe und Kartonagen, während man die Bereitstellung und Leerung der Gelben Tonnen (darin werden Verkaufsverpackungen mit dem Grünen Punkt gesammelt) einer Privatfirma übergeben hat.
Der aws macht auch bei der Lokalen Agenda 21 im Arbeitskreis "Bildung und Umweltschutz" mit, der die Bildung in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz an Schulen erleichtern will.
Geschichte des aws
Noch um das Jahr 1900 kümmerten sich das Augsburger Bauamt? und die damalige Stadtgärtnerei? um die Beseitigung von Fäkalien, um die Abfuhr von Mülltonnen und die Straßenreinigung in Augsburg.
1904 wurden in Augsburg die ersten 20 Papierkörbe aufgestellt.
1913 war für die Augsburger Abfallwirtschaft ein wichtiger Einschnitt, denn in diesem Jahr wurden die abfallwirtschaftlichen Arbeiten vom Bauamt? an die Straßenreinigungsanstalt? übergeben, die 1922 den Namen "Städtischer Fuhrpark und Straßenreinigungsanstalt" erhielt.
1926 erließ die Stadt Augsburg die erste ortspolizeiliche Vorschrift über die Handhabung der Straßenreinlichkeit und zwei Jahre später teilte man Augsburg in damals sechs Straßenreinigungsbezirke ein.
Kaum war der Zweite Weltkrieg überstanden, zog die Augsburger Abfallwirtschaft in die Riedingerstraße? um.
1955 begann man den Betrieb der Deponie Augsburg Nord als Hausmülldeponie.
Im Jahr 1998 wurde der Bereich Straßenreinigung neu geordnet.
1991 gründete man mit dem Landkreis Augsburg und dem Landkreis Aichach-Friedberg einen Abfallzweckverband.
Der aws wurde am 1. Januar 2000 zum Eigenbetrieb? der Stadt Augsburg.
Im Jahr 2000 unterzog sich der aws zum ersten Mal dem ÖKO-Audit.
Ende 2001 wurde das Umweltmanagementsystem des aws nach EMAS II zertifiziert. Alle drei Jahre erfolgt die Revalidierung.
2003 beginnt die Umstellung aller Fahrzeuge der aws auf Erdgasbetrieb. Im gleichen Jahr wurde von der aws neben der Mülldeponie Augsburg-Nord eine ökologische Ausgleichsfläche von 60.000 Quadratmetern erworben.
2008 sorgte der aws zusammen mit dem Arbeitskreis "Bildung und Umweltschutz" der Lokalen Agenda 21 im September und Oktober für die Ausstellung "Papierwende - Zukunftsfähig mit Papier" in Augsburg.
Details zum aws
Aufgaben des aws
Grob gesprochen kümmert sich der Betrieb um die Abfallwirtschaft, die Stadtreinigung und den Winterdienst Augsburgs. Daneben werden eigene Werkstätten unterhalten, man betreut die öffentlichen Toiletten? und kümmert sich um einige Aufgaben, die im Tierkörperbeseitigungsgesetz niedergelegt sind. Außerdem betreibt der aws die Mülldeponie Augsburg-Nord.
Abfallwirtschaft des aws
Der aws hat ein integriertes Abfallwirtschaftskonzept entwickelt, dessen oberste Grundlinie die Abfallvermeidung ist. Die dennoch anfallenden Haushaltsabfälle werden in folgende Bereiche aufgeteilt (Stand Januar 2006):
- Glas, Elektroaltgeräte und Altkleider: Sie werden über ein Bringsystem (Glascontainer, Sammelstellen) der Verwertung und Vermarktung zugeführt.
- Sperrmüll, Elektrogroßgeräte und Grüngut: Sie werden durch ein Holsystem auf Abruf an die Fachbetriebe weitergeleitet, wo sortiert, kompostiert oder thermisch behandelt wird. Entweder werden Sperrmüll, Elektrogroßgeräte und Grüngut verwertet und vermarktet oder sie werden als Schlacke, sofern sie nicht verwertbar sind, deponiert.
- DSD-Verkaufsverpackungen, Papier und Pappe, Biomüll und Restmüll: Sie werden mit dem 4-Tonnen-Holsystem (Gelbe Tonne, Grüne Tonne, Braune Tonne und Graue Tonne) zu den Fachbetrieben weitergeleitet, wo sortiert, kompostiert oder thermisch behandelt wird. Entweder werden DSD-Verkaufsverpackungen, Papier und Pappe, Biomüll und Restmüll verwertet und vermarktet oder sie werden als Schlacke, sofern sie nicht verwertbar sind, deponiert.
- Problemmüll kommt über die Problemmüllsammlung in die Sondermüll-Entsorgung und wird als Schlacke, sofern er nicht verwertbar ist, in die Deponie.
Im Hintergrund dieser Maßnahmen steht eine städtische Abfallwirtschaftssatzung mit ihren Einzelbestimmungen. Durch Elektroschrott-Sammelstellen, das 4-Tonnen-Holsystem, Problemmüllsammlungen, Altglascontainer und Altkleider-Sammelcontainer stellt der aws sicher, dass die Augsbürger so viel Abfall wie möglich so bequem wie möglich der Verwertung zuführen können.
Augsburger Stadtreinigung durch den aws
Wie oben schon angemerkt gibt es für die Straßenreinigung durch den aws fünf dezentrale Depots. Nach Angaben der aws beträgt die Gesamtreinigungsfläche etwa 6.200.000 Quadratmeter, die von etwa 130 Mitarbeitern betreut werden (Stand 2010). Und das flexibel, je nach Verkehrsbedingungen, Wetterverhältnissen und Verschmutzungsgrad der Straßen, Plätze und Wege. Das kann dann wöchentliche oder tägliche Reinigung bedeuten, wozu noch die Leerung der Abfallkörbe, der Zigarettenkippenascher und der Hundeklos gehört.
Bei winterlichen Verhältnissen sind schon morgens ab vier Uhr aws-Mitarbeiter in 24 mobilen Gruppen in der Stadt unterwegs, um für Verkehrssicherheit zu sorgen.
Alle diese Aufgaben der Augsburger Stadtreinigung ergeben sich aus der Straßenreinigungs- und Sicherungsverordnung, der Straßenreinigungssatzung und der Straßenreinigungsgebührensatzung.
Umweltengagement
In den 1990er Jahren entwickelte sich Augsburgs Beseitigungswirtschaft auf der Grundlage des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes und damit zusammenhängender Rechtsverordnungen wie in anderen Städten zur Kreislaufwirtschaft. Dazu hat Augsburg ein Abfallwirtschaftskonzept entwickelt, das der aws umzusetzen hilft. Das geschieht z. B. durch regelmäßige Veranstaltungen zur Aufklärung der Bürger in Abfallfragen und der Vermeidung von Abfall. Aber auch zu Umweltveranstaltungen der Stadt Augsburg trägt der aws regelmäßig bei. Umweltbildung von Kindern ist ein weiteres Feld, auf dem sich der aws engagiert. Dazu kommt der regelmäßig vom aws organisierte Aktionstag „Sauber ist in“, eine Mitmachaktion für Kinder und Jugendliche, die helfen Müll in der Stadt zu sammeln. Und bei der Lokalen Agenda 21 ist der aws in der Projektgruppe „Bildung und Umweltschutz“, die an Schulen für die Behandlung des Themas Klimaschutz Aktionen und Arbeitsmaterialien schaffen.
Die aws selbst hat natürlich ein Umweltmanagementsystem. Wo es geht, bedient man sich alternativer Techniken, durch die Schulung von Fahrern wird versucht, den Spritverbrauch so niedrig zu halten wie möglich. In den Betrieben des aws wird ständig an der Einsparung von Energie gearbeitet.
Sonstiges
- Elektroaltgeräte-Entsorgung
- Hausmüll
- Mülldeponie Augsburg-Nord
- Müllfahrzeuge des aws: Die von dem aws eingesetzten Müllfahrzeuge sind mit Erdgasantrieb ausgestattet, um möglichst umweltschonend den Müll zu entsorgen.
Adresse und Öffnungszeiten
Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb der Stadt Augsburg
Riedinger Straße? 40
86153 Augsburg
Tel. 0821/324-4808
Fax. 0821/324-4862
E-Mail: aws.stadt(@)augsburg.de
Öffnungszeiten:
Montag bis Mittwoch von 7.30 - 16.30 Uhr
Donnerstag von 7.30 - 17.30 Uhr
Freitag von 7.30 - 12.00 Uhr
Weblinks
- Homepage des Abfall- und Stadtreinigungsbetriebs aws
- Direkt zum Augsburger Abfallentsorgungskalender
- Abfallrecht und Gebühren in Augsburg
- Abfalltipps, Formulare, Merkblätter und Infobroschüren zum Thema Abfall in Augsburg
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